Ein Meilenstein für die öffentliche Gesundheit in Europa: Start des TWIG von EuroHealthNet zu kommerziellen Determinanten der Gesundheit
In Europa ist die Notwendigkeit zum Handeln eindeutig: Nichtübertragbare Krankheiten sind für rund 90 % aller Todesfälle verantwortlich, und es wird geschätzt, dass kommerzielle Faktoren zu etwa 2.7 Millionen Todesfällen pro Jahr beitragen (etwa einem Viertel aller Todesfälle).
Kein einzelner Akteur kann dieses Problem allein lösen. Regierungen, Institute des öffentlichen Gesundheitswesens, Gesundheitsförderungsorganisationen, Forscher und die Zivilgesellschaft müssen koordiniert zusammenarbeiten, um gesundheitsschädliche Wirtschaftsfaktoren zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Angesichts dieser Dringlichkeit ist EuroHealthNet entschlossen zu handeln und ist stolz darauf, eine neue thematische Arbeitsgruppe (TWIG) zu den kommerziellen Determinanten der Gesundheit (CDoH) ins Leben zu rufen – ein konkreter Schritt hin zu die kollektiven Kapazitäten stärken und Erkenntnisse für Politik und Praxis sammeln, mit einem besonderen Fokus auf die Perspektive der öffentlichen Gesundheitsinstitute in Europa.
Warum gerade jetzt?
- Kommerzielle Praktiken beeinflussen zunehmend die Gesundheit durch Produktdesign, Preisgestaltung, Marketing, Verfügbarkeit und digitale Umgebungen. Diese Praktiken können gesundheitsneutral, gesundheitsfördernd oder gesundheitsschädlich sein.
- Gesundheitsschädliche Dynamiken beschleunigen die Zunahme vermeidbarer nichtübertragbarer Krankheiten und verschärfen die gesundheitliche Ungleichheit. Die potenziellen positiven Beiträge privater Akteure werden hingegen oft übersehen und könnten stärker gefördert werden.
- Nationale Institute für öffentliche Gesundheit und Gesundheitsförderung benötigen stärkere und flexiblere Kapazitäten, um reagieren zu können.
Die Ziele des neuen TWIG
Mit diesem neuen TWIG will EuroHealthNet gemeinsame politische Erkenntnisse und praktische Instrumente für Maßnahmen entwickeln, die institutionellen Kapazitäten in den verschiedenen Ländern stärken und die Umsetzung von Erkenntnissen aus der CDoH-Forschung in Politik und Praxis auf EU-, nationaler und lokaler Ebene unterstützen.
Interesse an einer Mitgliedschaft oder weiteren Informationen?
Bitte teilen Sie uns dies per E-Mail mit an Rebecca-Evelyn Papp.
Die TWIG wird gemeinsam vom Trimbos-Institut und Santé publique France geleitet; Sciensano und das niederländische Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) gehören zu den ersten teilnehmenden Instituten. Die breitere Beteiligung wird ab Februar 2026 fortgesetzt.
Wir freuen uns darauf, mit Partnern in ganz Europa zusammenzuarbeiten, um präventivere, gerechtere und widerstandsfähigere öffentliche Gesundheitssysteme voranzutreiben.











