Über Handyverbote hinaus – ein Aufruf zu umfassenden Maßnahmen zur Digitalisierung und psychischen Gesundheit junger Menschen
Eine gemeinsame Erklärung der thematischen Arbeitsgruppe für psychische Gesundheit von EuroHealthNet
Digitale Umgebungen spielen eine immer zentralere Rolle für die Identität, die Beziehungen und die psychische Gesundheit junger Menschen. Sie bieten Möglichkeiten zum Lernen, Vernetzen und zur Informationssuche, bergen aber auch Risiken für die psychische Gesundheit, darunter Depressionen, Schlafstörungen, der Kontakt mit Fehlinformationen und Einsamkeit. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist eine umfassende Strategie erforderlich, die das Wohlbefinden junger Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Kurz und neue gemeinsame ErklärungDie thematische Arbeitsgruppe „Psychische Gesundheit“ von EuroHealthNet (TWIG) ruft politische Entscheidungsträger in ganz Europa dazu auf, über eng gefasste Lösungen wie Handy- oder Social-Media-Verbote und allgemeine Bildschirmzeitbegrenzungen hinauszudenken. Stattdessen plädiert sie für einen umfassenderen, evidenzbasierten Ansatz, der die psychische Gesundheit junger Menschen in einer zunehmend digitalisierten Welt unterstützt.
„Verbote allein reichen nicht aus. Junge Menschen brauchen sichere digitale Räume, moderne Kompetenzen, um sich darin zurechtzufinden, und echte soziale Kontakte, die ihre psychische Gesundheit schützen und fördern. Diese Erklärung übersetzt die Erkenntnisse in klare, realisierbare nächste Schritte für europäisches und nationales Handeln.“
Hannes Jarke
Projektkoordinator/in – Politik im Bereich psychische Gesundheit
EuroHealthNet
Die Erklärung wurde in Zusammenarbeit mit zwölf Organisationen aus ganz Europa erarbeitet und spiegelt das gemeinsame Engagement für koordiniertes Handeln wider. Sie hebt praktische Beispiele von Instituten des öffentlichen Gesundheitswesens, nationalen und regionalen Behörden sowie Forschungseinrichtungen in den Niederlanden, Finnland, Deutschland, Belgien, Wales und Frankreich hervor.
Die gemeinsame Erklärung enthält eine praktische Agenda für Entscheidungsträger auf EU- und nationaler Ebene und hebt vier prioritäre Maßnahmen hervor:
- Digitales Wohlbefinden erkennen und überwachen als eine Säule der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
- Bieten Sie umfassend digitale Kompetenz Bildung für alle, einschließlich Kinder, Jugendliche, Eltern, Betreuer und Erzieher.
- Befähigen und einbeziehen Kinder und Jugendliche werden durch gemeinsame Gestaltung sicherer digitaler Umgebungen einbezogen.
- Stärkung von Politik und Regulierung durch entscheidende rechtliche Schritte gegen Anbieter, die gegen EU-Recht verstoßen
Über die EuroHealthNet TWIG zum Thema psychische Gesundheit
Die Thematische Arbeitsgruppe (TWIG) für psychische Gesundheit ist eine Expertenplattform unter der Leitung von EuroHealthNet und dem Trimbos Institut. Sie vereint zwölf Organisationen aus ganz Europa, um Erkenntnisse, Politik und Praxis im Bereich der psychischen Gesundheit und des digitalen Wohlbefindens junger Menschen zu verknüpfen.
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