EuroHealthNet liefert Input für die kommende EU-Strategie zur Armutsbekämpfung
Im Durchschnitt lebt mehr als ein Fünftel der EU-Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sindBei den Kindern ist fast jedes vierte Kinder leiden unter Armut oder sozialer Ausgrenzung, die Maßnahmen fordert, um den Teufelskreis der Benachteiligung für künftige Generationen zu durchbrechen. Armut trifft eher Menschen in prekären Situationen, etwa Arbeitslosigkeit oder prekäre Beschäftigung, Geringqualifizierte, Menschen mit Behinderungen, Migranten oder Angehörige ethnischer Minderheiten sowie Obdachlose. Auch das Leben in kinderreichen Familien und in Alleinerziehendenfamilien erhöht das Armutsrisiko.
Die Europäische Kommission hat den Prozess zur Einholung von Stellungnahmen zur kommenden EU-Strategie zur Armutsbekämpfung eingeleitet. Es handelt sich um die erste Strategie dieser Art auf EU-Ebene. Ziel der Strategie ist es, den Menschen einen grundlegenden Schutz zu bieten und die Ursachen der Armut zu bekämpfen.
Auf die Konsultation antwortenEuroHealthNet betonte, dass die Ursachen von Armut über persönliche, wirtschaftliche und berufliche Umstände hinausgehen und unter anderem auf eine schlechte körperliche und geistige Gesundheit sowie auf gesundheitliche Ungleichheiten aufgrund des sozioökonomischen Status zurückzuführen sind. Schlechte Gesundheit führt zu einer höheren Erwerbslosigkeit, Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt, unfreiwilliger Frühverrentung und einer erhöhten Abhängigkeit von Sozialleistungen wie Krankheit und Invalidität. Um Armut zu bekämpfen, müssen daher die Ursachen für schlechte Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit angegangen werden.
EuroHealthNet forderte Maßnahmen zur Beseitigung von Armut trotz Erwerbstätigkeit, zur Verbesserung der Arbeitsplatzqualität, zum Schutz der psychischen Gesundheit, zur Zusammenarbeit von Sozial- und Gesundheitsdiensten, zur Anpassung der Beschäftigung an Menschen mit schlechter Gesundheit und Behinderung sowie zur Krankheitsprävention. Die Strategie muss einen gesamtstaatlichen Ansatz verfolgen und öffentliche Gesundheits- und Gesundheitsförderungsbehörden, Universitäten und die Forschungsgemeinschaft zur Erhebung von Erkenntnissen und zur Bewertung politischer Maßnahmen einbeziehen. Da schlechte Gesundheit oft zu Arbeitslosigkeit führt, müssen Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention die gleiche Bedeutung erhalten wie Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung.











