Die eHealth-Interessengruppe der Europäischen Kommission unterstützt die Kommission bei der Entwicklung von Maßnahmen zur digitalen Transformation von Gesundheit und Pflege in der EU. Als Mitglied der Gruppe hat EuroHealthNet fünf Prioritäten für die nächsten 12 Monate vorgeschlagen.

Digitale Innovationen im Gesundheitswesen können sich positiv auf die Effizienz und Nachhaltigkeit von Gesundheitssystemen auswirken, wenn sie Hand in Hand mit Programmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz und der digitalen Kompetenz entwickelt werden. Sie hat das Potenzial, die Gesundheitsergebnisse über soziale Gefälle hinweg zu verbessern.

Unsere übergreifende Empfehlung lautet, gesundheitliche Ungleichheiten und Gesundheit in alle Aktivitäten der Gruppe einzubetten, die sich auf den Umgang mit Daten und die Entwicklung und Implementierung digitaler Tools im Gesundheitswesen beziehen.

Unsere fünf konkreten Empfehlungen betreffen:

  • Standardisierung des Designs digitaler Tools („Usability“), um sicherzustellen, dass sie sicher, verständlich, einfach zu verwenden und zugänglich sind. Die ISO/IEC-Wirksamkeits- und Zuverlässigkeitskriterien für Gesundheit und Wohlbefinden können bei der Entwicklung europäischer Normen berücksichtigt werden.
  • Unterstützung von Fachleuten (auch durch Weiterbildung und Umschulung), um die Vorteile der neuen digitalen Gesundheitstechnologien auch bei ihrer Arbeit mit niedrigeren sozioökonomischen Gruppen voll auszuschöpfen. eHealth und digitale Tools müssen als Teil einer nachhaltigen lokalen Gesundheitspolitik gefördert und durch gemeinschaftliche Ansätze umgesetzt werden, mit lokalen Programmen zur Anleitung und Unterstützung, damit sie für alle funktionieren.
  • Entwicklung solider digitaler Infrastrukturen mit qualitativ hochwertigen Daten, die den Gesundheitssystemen auf nicht diskriminierende Weise einen Mehrwert bringen. Dazu gehört auch sicherzustellen, dass KI-Algorithmen so konzipiert sind, dass sie die Bedürfnisse, Präferenzen und Erwartungen gefährdeter Gruppen widerspiegeln. Das bedeutet auch, dass Menschen mit geringerer Digital- oder Gesundheitskompetenz, Migranten, Menschen mit geringerer Bildung, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen etc. im Rahmen der Grundlagenforschung angemessen in Fragebögen und Fokusgruppen einbezogen werden.
  • Festlegung gemeinsamer europäischer Standards zur Überwindung der mangelnden Interoperabilität von Daten zwischen verschiedenen Gesundheitseinstellungen und -projekten. Dies sollte Leitlinien umfassen, um sicherzustellen, dass Fragen des Datenschutzes, der Anonymisierung und der Privatsphäre behandelt werden, um Schäden durch private Interessen, Unfähigkeit oder Unzulänglichkeit zu vermeiden.
  • Verbesserung der digitalen Gesundheitskompetenz der Menschen, die es allen ermöglicht, nicht nur ihre persönliche Gesundheit und Pflege aktiv zu verwalten, sondern auch ihr Verständnis für die Qualität von Apps, ihr Marketing, die Verwendung ihrer Daten und andere relevante Themen zu verbessern.

Hier finden Sie unsere Vorschläge für die Prioritäten des ersten Jahres der EC eHealth Stakeholder Group hier.