Bereits vor der Pandemie wuchs etwa jedes vierte Kind in der Europäischen Union (EU) in Gefahr von Armut und sozialer Ausgrenzung auf. Die EU-Institutionen haben bereits bedeutende Schritte unternommen, um dieses Problem anzugehen, insbesondere durch die kürzlich veröffentlichte EU-Strategie für die Rechte des Kindes, den Aktionsplan zur europäischen Säule sozialer Rechte und den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Empfehlung des Rates zur Einführung der Kindergarantie.

In einem heute veröffentlichten Manifest haben das Europäische Parlament, die Intergruppe Kinderrechte und die EU-Allianz für Investitionen in Kinder fordern nun den Rat der EU und seine Mitgliedstaaten auf, ehrgeizig zu sein bei der Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte, die Empfehlung des Rates zur Kindergarantie vorrangig zu verabschieden und sicherzustellen, dass die Umsetzung der Kindergarantie sechs Monate nach Annahme der Empfehlung beginnt.

Dieses Manifest fordert die EU-Mitgliedstaaten auf:

  • Entwickeln Sie umfassende Aktionspläne für die Kindergarantie, die regelmäßig überprüft werden.
  • Setzen Sie sich ehrgeizige nationale Ziele, um die Kinderarmut bis 2030 zu halbieren, und stellen Sie sicher, dass alle Kinder gezählt werden.
  • Gewährleistung der sinnvollen Beteiligung von Kindern, einschlägigen multisektoralen Interessenträgern – wie lokalen Gemeinschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft – sowie von Eltern und Betreuern an der Gestaltung, Umsetzung, Überwachung und Bewertung der Empfehlung des Rates zur Kindergarantie.
  • Stellen Sie sicher, dass die Kindergarantie ordnungsgemäß in den Prozess des Europäischen Semesters und die länderspezifischen Empfehlungen einfließt.
  • Gewährleistung eines umfassenderen Ansatzes der im Rahmen der Kindergarantie erbrachten Leistungen in den Bereichen Ernährung und Freizeitgestaltung.
  • Kohärenz und Komplementarität zwischen der Kindergarantie und der EU-Kinderrechtsstrategie sicherstellen

Lesen Sie das Manifest hier.