REMESOS – Resiliente und psychisch gesunde Gesellschaften
Die COVID-19-Pandemie hat die ohnehin steigende Zahl psychischer Störungen und die Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens in der Europäischen Union noch weiter verschärft. Regierungen erkennen zunehmend an, dass psychische Störungen und psychische Beeinträchtigungen keine individuellen Probleme sind, und haben groß angelegte Interventionen zur Förderung der psychischen Gesundheit und zur Prävention psychischer Störungen eingeleitet. Um deren Wirksamkeit beurteilen zu können, ist es notwendig, nicht nur die Anzahl der Menschen mit einer psychischen Störung zu überwachen, sondern auch die gesamte Bevölkerung zu erfassen. Das im Rahmen des EU4Health-Programms geförderte Projekt „Resilient and Mentally Healthy Societies“ (REMESOS) (2025–2028) wird Expertenkonsens über die geeignetste Methode zur Messung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung in ganz Europa erzielen und gleichzeitig eine gemeindenahe Intervention zur Förderung der psychischen Gesundheit auf lokaler Ebene implementieren.
Ziel von REMESOS ist es, eine Experteneinigung über die geeignetste Methode zur Messung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung in ganz Europa zu erzielen und gleichzeitig eine gemeindeweite Intervention zur psychischen Gesundheit umzusetzen, um die psychische Gesundheit auf lokaler Ebene zu fördern.
Das Projekt wird von einem vielfältigen Konsortium aus 12 Partnern aus 9 Ländern durchgeführt, darunter öffentliche Gesundheitsinstitute, Universitäten, zivilgesellschaftliche Organisationen und ein Netzwerk, das Menschen mit eigener Erfahrung im Bereich psychischer Gesundheit und psychischer Störungen zusammenbringt.
Die zwei Säulen von REMESOS
Im Kern konzentriert sich REMESOS auf zwei Säulen
- Messung der psychischen Gesundheit auf Bevölkerungsebene:
REMESOS überprüft bestehende Methoden zur Erfassung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung und identifiziert den geeignetsten Ansatz. Dies ermöglicht politischen Entscheidungsträgern, Trends zu beobachten, Interventionen zu evaluieren und Ergebnisse regional zu vergleichen. Das Messinstrument baut auf bestehenden EU-Umfragen und -Forschungen auf und stellt sicher, dass es zuverlässig, übertragbar und für den europäischen Kontext relevant ist. Mit diesem multidisziplinären Konsortium will REMESOS die Zusammenarbeit fördern, bewährte Verfahren skalieren und evidenzbasierte Empfehlungen für Politik und Praxis geben.
2. Community-Unterstützung durch Guided Functional Peer Support (GFP): GFP ist eine gemeindebasierte Intervention aus Finnland, die im Best-Practice-Portal der DG SANTE vorgestellt wird. Sie bringt Menschen mit eigener Erfahrung psychischer Probleme in von Gleichgesinnten geleiteten Gruppen zusammen. Diese sicheren, niedrigschwelligen Räume helfen den Teilnehmern, Kontakte zu knüpfen, sich zu erholen und Resilienz aufzubauen. REMESOS wird GFP in Griechenland, der Slowakei, Portugal und Bosnien und Herzegowina adaptieren und implementieren. Dabei werden besonders gefährdete Gruppen wie junge Menschen, ältere Menschen, Migranten und Flüchtlinge sowie sozioökonomisch benachteiligte Gemeinschaften angesprochen, um die psychische Gesundheit zu verbessern und Stigmatisierung abzubauen. Die Umsetzung umfasst eine genaue Betrachtung jeder spezifischen Situation, Schulungen und Unterstützung sowie regelmäßige Fortschrittskontrollen, um Nachhaltigkeit und Reproduzierbarkeit in ganz Europa zu gewährleisten.
In beiden Säulen ist die gemeinsame Gestaltung mit Menschen mit gelebter Erfahrung von grundlegender Bedeutung. Dadurch wird sichergestellt, dass die Interventionen von den tatsächlichen Bedürfnissen, kulturellen Kontexten und der alltäglichen Realität geprägt werden.
Erwartete Ergebnisse
Durch seinen kombinierten Fokus auf Gemeinschaftspraxis, Beweiserhebung und Politikberatung wird REMESOS:
- Bereitstellung einer praktikablen, reproduzierbaren und informativen Methode zur Überwachung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung in ganz Europa
- Geben Sie Entscheidungsträgern praktische Tools und Empfehlungen an die Hand, um die psychische Gesundheit in allen Sektoren besser in die Politik zu integrieren und zu überwachen.
- Verbessern Sie den Zugang zu umfassender, nicht-klinischer Unterstützung für die psychische Gesundheit.
- Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Abbau der Stigmatisierung in den lokalen Gemeinschaften.
- Unterstützen Sie die Nachhaltigkeit, indem Sie die entsprechenden Tools, Schulungen und Richtlinien zur Nachahmung offen zur Verfügung stellen.
Finanzierung und Partner
Dieses Projekt wurde durch das Forschungs- und Innovationsprogramm EU4Health im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. gefördert. 101233339
- EuroHealthNet
- GAMIAN-Europa
- Kukunori
- Dänisches Komitee für Gesundheitserziehung (DCHE)
- Niederländisches Institut für psychische Gesundheit und Sucht (Trimbos-Institut)
- Universität Maastricht, Forschungsinstitut für Pflege und öffentliche Gesundheit (CAPHRI)
- Europäische Föderation der Psychologenverbände (EFPA)
- Prolepsis-Institut
- Nationales Institut für öffentliche Gesundheit (NIJZ) Slowenien
- Liga für psychische Gesundheit der Slowakei (LMHS)
- Institut für öffentliche Gesundheit der Föderation Bosnien und Herzegowina (ZZJZ FBiH)
- Irmandade Da Santa Casa Da Misericordia Da Amadora Ipss (SCMA)
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Projektleiter, Hannes Jarke, über h.jarke@eurohealthnet.eu











