Soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen in der EU
Über diesen Bericht
Der Bericht „Soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen in der EU“ wurde von EuroHealthNet in Zusammenarbeit mit dem Centre for Health Equity Analytics (CHAIN).
Dieser Bericht basiert auf aktuellen Vergleichsdaten aus ganz Europa und bestätigt sowohl das Ausmaß der gesundheitlichen Ungleichheiten als auch die sozialen und wirtschaftlichen Ursachen. Diese Gesundheitslücken untergraben unsere gemeinsamen europäischen Werte, schwächen die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und verringern die Widerstandsfähigkeit gegenüber geopolitischen und ökologischen Krisen.
Dieser Bericht legt klare, faktenbasierte Maßnahmen zur Schließung dieser Lücken dar, stärkt den Zusammenhalt Europas und macht Gesundheit zu einer Realität für alle und nicht zu einem Privileg einiger weniger. Ziel dieses Berichts ist es, das Bewusstsein für soziale Ungleichheiten im Gesundheitsbereich zu schärfen und Belege dafür zu liefern, dass soziale Ungleichheiten im Gesundheitsbereich eine zentrale Priorität für die Politik der EU und der Mitgliedstaaten darstellen. Darüber hinaus sollen Bereiche identifiziert werden, in denen Maßnahmen der EU und der Mitgliedstaaten zur Bekämpfung sozialer Ungleichheiten im Gesundheitsbereich machbar und notwendig sind.
Was sind soziale Ungleichheiten im Gesundheitsbereich?
Die Europäer leben länger als je zuvor: Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 81 Jahre. Doch hinter den Durchschnittswerten verbergen sich krasse Ungleichheiten. Menschen mit geringerem Einkommen oder geringerer Bildung haben weniger Chancen auf ein langes und gesundes Leben.
Gesundheitliche Ungleichheiten Es gibt Unterschiede im Gesundheitszustand der Menschen, die mit sozialer Benachteiligung zusammenhängen.
Sie werden durch gesundheitliche Hindernisse wie Armut, Diskriminierung, Machtmangel und ungleichen Zugang zu den Ressourcen verursacht, die Menschen helfen, gesund zu bleiben. Dazu gehören faire Arbeitsplätze, sichere Umgebungen, hochwertige Bildung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung und soziale Unterstützung. Diese Faktoren werden als soziale Determinanten der Gesundheit.
Länger leben heißt nicht gesünder leben
Ein heute in Spanien geborenes Kind hat eine Lebenserwartung von 81.4 Jahren – über acht Jahre länger als ein in Bulgarien geborenes Kind, wo die Lebenserwartung nur 75.8 Jahre beträgt. Selbst innerhalb eines Landes berichten Menschen aus sozioökonomisch schwächeren Schichten doppelt so häufig von schlechter Gesundheit wie Menschen aus sozioökonomisch stärkeren Schichten. Je höher die gesellschaftliche Stellung eines Menschen, desto wahrscheinlicher ist ein langes und gesundes Leben. Dieses Muster wird als sozialer Gradient in der Gesundheit.
Warum sollten wir soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen verringern?
Gesundheit ist ein Grundrecht. Investitionen in Chancengleichheit stärken Gesellschaften und machen sie inklusiver, innovativer, produktiver und fähiger, aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu meistern. Die Bekämpfung gesundheitlicher Ungleichheiten ist daher für die Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Resilienz Europas von entscheidender Bedeutung.
Was sind die Ursachen sozialer Ungleichheiten im Gesundheitsbereich?
Viele der Faktoren, die die Gesundheit beeinflussen, liegen außerhalb des Gesundheitssystems selbst. Das Gesundheitswesen erklärt nur etwa 10 % der Gesundheitsunterschiede. Der Rest ist auf breitere strukturelle Faktoren zurückzuführen
Diese spiegeln tiefere Ungleichheiten in Bezug auf Macht und Chancen wider. Sie prägen die Lebensbedingungen der Menschen und schränken ihre Wahlmöglichkeiten ein.
Die umfassenderen Determinanten der Gesundheit
Finanz-
Sicherheitdienst
Die Umgebung
Gehäuse
Soziale Netzwerke
Arbeits- & Lebensbedingungen
Ein umfassenderes Systemproblem
Politische und wirtschaftliche Systeme beeinflussen diese strukturellen Faktoren und bestimmen, wie Ressourcen gerecht verteilt werden. Diese Systeme legen die Regeln für Steuern, Mindestlöhne, soziale Absicherung und kommerzielle Aktivitäten fest.
Deshalb erfordert die Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten mehr als nur Gesundheitspolitik. Sie erfordert einen systemischen Ansatz, Führung und
koordiniertes Handeln über alle Sektoren hinweg.
Lesen Sie „Soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen in der EU“ für:
- Ein Überblick über Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit in der EU
- Ein Überblick über (sub-)nationale Ansätze zur Verbesserung der Gesundheitsgerechtigkeit
- Ein Überblick über Maßnahmen auf EU-Ebene
- Ein tiefer Einblick in das EU-Sozial-Scoreboard und die Notwendigkeit aufgeschlüsselter Daten
- Empfehlungen für politische Entscheidungsträger auf (sub-)nationaler und EU-Ebene











